Dec 13, 2013 - Route    Comments Off

Wir sind in JERUSALEM!

Ziel erreicht! Nach 3,5 Monate und über 1100km zu Fuss kamen wir am 10. Dezember 2013 in Jerusalem an.

Wir möchten GOTT und allen danken, die uns in irgendeiner Form (Gebet, Material,…) unterstützt haben!
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Besonders der Aufstieg von Tel-Aviv (0 m.ü.M) nach Jerusalem (850 m.ü.M) forderte in der letzten Woche noch einmal alles. Auch das Wetter wurde zunehmend regnerischer. Konnten wir noch in Tel-Aviv kurz im Meer baden gehen, war das zwei Tage später kaum noch zu denken! So machten uns denn auch die Bäche ab und zu einen Strich durch die Rechnung. An einer Stelle reichte es nicht mehr nur die Schuhe auszuziehen. Mit einer Tiefe von 135cm musste alles ausgezogen ;-) und die Rucksäcke auf dem Kopf rübergetragen werden!
Gott sei Dank lag auf unserer Stecke auch ein Kloster (Latrun), wo wir noch einen Tag ausruhen und unsere Kleider trocknen konnten.

Wir haben festgestellt, dass wir beide ein falsches Bild von der Topografie Jerusalems hatten. Deshalb bitten wir alle SonntagsschullehrerInnen die Kinder darüber zu informieren, dass Jerusalem auf einem grossen Hügel, wenn nicht schon Berg, liegt und es nicht flach ist, wie wir es zu glauben meinten ;-)

Nun, denn genug geschrieben. Die Bilder sprechen mehr als Worte!

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Nov 27, 2013 - Route    Comments Off

Ruhetage in Israel

In den letzten Tagen waren wir vom See Genezareth nach Haifa unterwegs. Über die Täler namens Nahal Yavneel und Nahal Rehes stiessen wir in Richtung Nazareth vor. In unserem Guidebook vom Israel National Trail sind für jeden Lauftag Etappen angegeben, welche bei geeigneten Übernachtungsorten enden. Letzten Freitag endete unsere Tagesetappe in einer Pension am Fusse des Berg Tabors (siehe Bilder). Oder so hatten wir es auf jeden Fall geplant.
Wir trieben uns, mit Aussicht auf ein weiches Bett und eine erfrischende Dusche an diesem Tag schnell voran. So kamen wir schon etwa um 3 Uhr bei der Pension an. Bei der Pension herrschte ein emsiges Treiben. Überall liefen orthodoxe Juden mit ihren schwarzen Mänteln, Bärten, Schäferlöckchen und Cowboyhüten (die Hüte sahen aus wie in den Westernfilmen) umher. Wir gingen zur Reception, und tatsächlich: die ganze Pension war ausgebucht. Warum der Auflauf?
Am Freitagabend beginnt der Sabbattag, welcher bis am Samstagabend andauert. Der Ruhetag wird hier viel strikter eingehalten, als in der Schweiz. Alle Läden haben zu, Busse fahren nicht, ja eigentlich steht alles still. Orthodoxe Juden haben einen ganzen Katalog von Dingen, welche am Sabbat verboten sind. Um den Sabbat einzuhalten, ist es darum das einfachste, in einem Hotel zu übernachten. Darum auch die Masseninvasion dieser Unterkunft. Unsere Hoffnung, im Garten des Hotels zu übernachten löste sich schnell in Luft aus, da zelten am Sabbat und auch vom Manager verboten ist.
Wir mussten wieder neu planen. Vor allem bekamen wir Hunger und hatten nichts mehr zu essen. Uns wurde gesagt, dass es im nächsten Dorf eine gute Pizzeria gibt. Dort angekommen, war diese natürlich auch zu. Glücklicherweise hatte eine kleine Bar noch offen. Dort trafen wir ein paar Araber, die uns dann Pizza aus einem arabischen Nachbardorf bestellten. Denn die Araber haben den Sabbat natürlich nicht einzuhalten.
Nun denn, das Hungerproblem war nun gelöst. Das Schlafproblem lösten wir gleich, wie oft auch in Griechenland und der Türkei: Einfach ins nächste Olivenfeld hinein.
Am nächsten Tag hatten wir Glück, dass wir vor allem durch arabische Dörfer liefen, wo wir unsere Nahrungsvorräte auffüllen konnten.
Am Samstag auf den Sonntag übernachteten wir dann in Nazareth, welches hauptsächlich arabisch ist, allerdings mit einer bedeutenden christlichen Minderheit. Darum waren hier am Sonntag viele Atraktionen und Läden geschlossen. Wir liefen gleich schön mit dem Ruhetag mit.

Unsere Erkenntnis und unser Tipp für Israelreisende: Entweder ruhst du am Sabbat oder du gehst zu den Arabern.

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Nov 19, 2013 - Vorbereitung    Comments Off

Wandern in Israel

Nun sind wir also seit gut einer Woche im Heiligen Land. Wir kamen spätabends beim Flughafen in Tel Aviv an und gingen gleich am nächsten Tag ganz in den Norden, nahe der Grenze zu Syrien und Libanon. Dort startet der Israel National Trail, welcher vom Norden quer runter bis ans andere Ende des Landes führt. Wir haben nun vor, vom Startpunkt in Kibbuz Dan bis nach Jerusalem zu laufen.
Abgesehen von einer handvoll Ausnahmen in Griechenland, liefen wir das erste Mal auf unserer Reise auf Wanderwegen.
Das heisst nicht mehr auf Asphalt laufen, keine vorbeiflitzenden Autos und LKWs und keine elendlange gerade Strecken mehr. Darauf können wir nun verzichten. Die Wege führen mitten durch die Natur. Das macht das Laufen spannender. Aber auch anstrengender. Gerade der Israel Trail führt über jeden Hügel, durch jede Schlucht und jedes Hindernis, welche sich in den Weg stellen. Mir kommt es vor, dass wir in dieser Woche etwa so viel Höhenmeter gemacht haben, wie alle andren Wochen zusammen. Dass es mal geradeaus ging, war die Ausnahme. Rauf und runter ist die Devise in Israel. Und das ganze mit 25 Kilo auf dem Rücken. So kamen wir ganz schön ins Schwitzen, was aber bei Temperaturen von rund 25 Grad ohnehin der Fall gewesen währe.
Der Höhepunkt dieser Laufwoche in geographischer wie auch emotionaler Sicht, war der Aufstieg auf den knapp 1200 Meter hohen Berg Meron. Unser Nachtlager führte uns bis etwa 3 km an die Spitze heran. Darum entschieden wir uns, am nächsten morgen um 4:00 Uhr aufzustehen, dass wir noch vor dem Sonnenaufgang auf dem Berg sind. Obschon am nächsten Morgen alles ein wenig länger dauerte als geplant, kamen wir noch rechtzeitig bei der Spitze an. So konnten wir der Sonne bei ihrem Aufgang ein Psalmgebet und ein Paul Gerhardt-Lied (Die güldne Sonne) entgegenschmettern. Wie lässt sich ein Tag besser beginnen?
In den nächsten 7 Tagen werden wir vom See Genezareth quer rüber nach Haifa laufen. Wir freuen uns schon auf den Berg Tabor, wo die Verklärung von Jesus Chrstus stattgefunden hat (siehe Mt 17). Also weniger auf den Aufstieg, sondern mehr auf die Ankunft auf dem Berg. Aber eben: Ohne Fleiss, kein Preis.

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Nov 3, 2013 - Route    Comments Off

Glücklich, wer sich Türke nennt!

Seit fünf Wochen durchreisen wir nun die Türkei zu Fuss und mit den öffentlichen Verkehrsmittel. Dabei haben wir etwa 3000 Kilometer zurückgelegt. Die Türkei ist riesig. Erst recht für uns Schweizer. Dies wurde uns schnell bewusst. Von Griechenland aus kam über Beziehungen ein Kontakt mit einem jungen Schweizer zustande, der mit seiner Frau in Istanbul wohnt. So hatten wir auch gleich ein Ziel, als wir mit dem Bus am Abend in Istanbul ankamen. Je länger wir in der Stadt unterwegs waren, je mehr stellte sich heraus, dass die Wohnung unseres Bekannten am anderen Ende der Stadt war. Es war der Hilfe einiger jungen Türken zu verdanken, dass wir nach 3,5 Stunden doch noch beim Ziel ankamen.
In den folgenden Tagen erkundeten wir den historischen Stadtkern von Istanbul. Da gab es viel spannendes zu sehen. Mein Eindruck der Stadt wurde jedoch betrübt von den vielen agressiven Verkäufern. Man kam sich vor wie ein wandelnder Geldbeutel. Je mehr Touristen es an einem Ort hatte, je mehr hatten es die Einheimischen nur auf dein Geld abgesehen. Wenn man sich dann ansah, für was Touristen alles zu haben waren, kann ich es ihnen nicht verübeln. Was mich aber anwiderte, war die heuchlerische und anbiedernde Art, wie viele zuerst Honig ums Maul schmierten. Sobald sie dich an der Leine hatten, liessen sie dich hängen und nahmen dich aus. Da war mir die, manchmal an Gleichgültigkeit grenzende, Gelassenheit der griechischen Verkäufer sympatischer.
Die Türken sind emotional. Man beobachte nur einmal den Verkehr. Fahrbahnen und Ampeln, ja viele Verkehrsregeln überhaupt, befolgt man, wenn man von der Situation her muss, und können sonst getrost ignoriert werden. Ein Fahrer hupt hier an einem Tag so viel, wie ein Schweizer in einem ganzen Jahr. Unsere Laufstrecke führte uns meistens an Hauptstrassen entlang – bei einer ” Wanderkarte” mit Massstab 1:800’000 gut verständlich. Alle paar Minuten hupte uns wieder ein Auto an. Die meisten wie es schien aus Freude. Auch neben der Strasse freuten sie sich eigentlich immer, wenn wir vorbeiliefen oder ins Gespräch kamen. Hie und da wurden wir dann auch zu einem Çay (türkischer Tee) eingeladen. Die Menschen waren meist sehr neugierig und interessiert. Sie verstanden hingegen nicht, wieso wir die Strecke von Izmir nach Denizli, also etwa 250 Kilometer, laufen wollten. Wir mussten manchmal vier Mal sagen, dass sie uns wirklich nicht zur nächsten Busstation bringen müssen. Drei Mal wollten uns Autofahrer in die nächste Stadt fahren. Als wir ihnen sagten, dass wir lieber liefen, sahen sie uns nur verständnislos an und fuhren wieder weiter.
Die Türkei ist ein Land, wo fast alles zu finden ist. Ruinen und Städte, die eine 2500-jährige Geschichte haben. Städte, welche im letzten Jahrhundert von einigen Tausend auf eine Million Einwohner angestiegen sind. Lange Sandstrände, hohe Berge und weite Ebenen. Frauen mit Kopftuch, äusserst selten auch mit Burka, und Frauen wie aus europäischen Modezeitschriften. Dönerbude neben Mac Donalds. Orientalische Bazars und “westliche” Einkaufszentren.
Doch eines muss überall eingehalten werden: “Der Türke muss ein Türke sein.” Früher gab es auf dem Gebiet der Türkei einige verschiedene Ethnien und Völker. Heute gibt es neben den Kurden keine nennenswerten Minderheiten mehr. Alle werden vertürkisiert. “Glücklich, wer sich Türke nennt!”, gehört zu einem Text des Gründervaters der Türkischen Republik Kemal Atatürk. Neben der Nationalhymne muss jeder Schüler an jedem Schultag diesen Text aussprechen. Hier gibt es auch viele Spannungen. Auf unserer Reise sind wir auch auf einige Kurden getroffen. Dass sie Kurden waren, teilten sie uns nicht gleich mit, sondern erst als sie ein wenig mit uns geredet hatten. Die Kultur und Sprache der Kurden wird unterdrückt und ihnen einfach verboten. Sie werden auch nicht als Minderheit anerkannt.
Bezüglich der Freiheiten des Bürgers liegt hier in der Türkei einiges noch im Argen, gerade auch was die Religionsfreiheit betrifft. Sollte sich die Türkei näher dem Westen annähern wollen, muss hier etwas gehen. Doch trotz dieser Spannungen finden Ramun und ich die Türkei sehr spannend, gerade auch aus christlicher Sicht. Viele der ersten christlichen Gemeinden sind in der Türkei entstanden. So sind auch die sieben Gemeinden, die in der Offenbarung erwähnt werden, alle in der Westtürkei. Auch die sieben Konzile der alten Kirche waren alle in der Türkei.
So war das Reisen durch die Türkei für mich ein grosser Gewinn und mehr als einfach nur Laufen oder Ferien.

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Oct 21, 2013 - Route    Comments Off

Rückblick 4. Woche (23.-29.09.13)

Nun begann die letzte Etappe in Griechenland. Innerhalb von drei Tagen erreichten wir unser letztes Ziel In Griechenland – Alexandroupolis.
Unterwegs trafen wir auf muslimische Minoritätendörfer. Dort durften wir bei einem Deutschsprechenden im Wohnwagen übernachten. Leider ging beim Eintreten von Ramun die Treppe kaputt und er verletzte sich leicht am linken Schienbein. Doch gut ausgerüstet wie wir waren, meisterten wir auch dieses kleine Missgeschick!
Am zweiten Tag stellten wir unser Zelt in einem kleinen Dorfauf. Gegen Abend kam dann ein sehr alter Herr vorbei und drückte uns zwei Baumnüsse in die Hand. Trotzdem, dass wir nicht Griechisch sprachen, suchte er das Gespräch mit uns ;-)
Gut in Alexandroupolis angekommen, fanden wir zueinem günstigen Preis ein grosses Apartment, einer Wohnung gleich! Da es nun die letzten Schritte in Griechenland waren, musste es richtig gefeiert werden :-) Womit? Wer uns kennt, der weiss, dass wir Fleisch lieben und da es hier sehr günstig war, schlugen wir natürlich zu ;-) insgesamt fast 2kg Fleisch und 1,5l Wein deckten unseren Tisch.
Am nächsten Tag ging es mit dem Bus nach Istanbul zu unserern neuen Freunden Gizem und Dominik. Nach ca. 7h Busfahrt und 3,5h suchen und ÖV fahren in der Stadt, kamen wir um Mitternacht wohl behalten, aber totmüde an. In den nächsten zwei Tagen besuchten wir das Stadtinnere. So z.B. die Hagia Sophia, die Blaue Moschee, die römische Zisterne und das archäologische Museum, wo wir auch die Siloah-Inschrift betrachten konnten. Dieser Teil des Museums war zwar für Besucher geschlossen. Doch nach einigem Intervenieren unsererseits, war es möglich mit Begleitung das besagte Stück zu sehen :-)

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Sep 30, 2013 - Route    Comments Off

Wie ich die Griechen erlebt habe

(Timo) Griechenland haben wir nun bereits hinter uns gelassen. Etwas mehr als drei Wochen waren wir durch das Land gezogen. Eigentlich eine kurze Zeit. Es war unser Glück dass viele Griechen vor 20-30 Jahren nach Deutschland zogen, um dort zu arbeiten. So fanden wir immer wieder Griechen, die Deutsch sprechen konnten. Und es war spannend mit ihnen ins Gespräch zu kommen. So habe ich einiges über das Land und die Menschen gelernt. Der Grieche ist nicht mehr ein Bild, welches man von Zeitungsartikeln und vom Hörensagen hat. Mein Eindruck von den Griechen möchte ich nun mit euch teilen.
Die Griechen sind meist freundlich und sie reden gerne und viel. Wenn man sich miteinander verständigen kann, kommt man schnell in ein Gespräch. Man zeigt schnell Emotionen. Doch man wird nicht schnell zu einem Freund eines Griechen. Vertrauen muss erarbeitet werden. Und es kann sehr schnell wieder verloren werden. Die Griechen sind auch recht stolz. Jemandem vergeben, gerade wenn er nicht aus der Verwandtschaft kostet sie viel Übrwindung oder bedeutet dann das Ende einer Freundschaft.
Der Grieche arbeitet um zu leben und nicht umgekehrt. Es wird das gearbeitet, was notwendig ist und nicht viel mehr. Doch zu leben wissen sie. Gutes Essen, gelassene Stimmung, gefüllte Dorfbeizen, schöne Landschaft, schöne Frauen und reden, reden, reden. Aber eben, mit dem Arbeiten haben sie es nicht so. Auch der Geschäftssinn scheint mir hier nicht so ausgeprägt zu sein. Wenn man als Kunde etwas möchte, muss man selber den ersten Schritt machen. Händler waren manchmals gar nicht interessiert, ihre Ware loszuwerden. Mir ist das irgendwie noch sympatisch. Doch Ramun hat sich mehrmals lautstark darüber aufgeregt.
Der Grieche will eben nicht übermässig viel haben. Er ist trotz des Meckerns eigentlich mit wenig zufrieden. Er teilt auch grosszügig, wenn er zuviel hat. Hauptsache es bleibt so, wie es war, als die Zeiten noch gut waren. Vor der Krise.
Ja die Krise. Sie ist je nach Ort und Stadt unterschiedlich heftig eingefahren. Doch zu spüren ist sie überall. Viele Gebäude stehen leer und sind zu verkaufen oder zerfallen. Auch die Spiel- und Campingplätze sind am verrosten. Man hat kein Geld um die Infrastruktur aufrecht zu erhalten. Die Städte und Dörfer müssen vor 5-10 Jahren einiges schöner ausgesehen haben.
Wer trägt die Schuld am Ganzen. Ich habe einiges gehört. Politiker, Immigranten, die Reichen, EU, Merkel, Amerika. Hauptsache die anderen. Doch ich denke nicht, dass das Ganze so einfach ist. Wenn ein See von der Landkarte verschwindet, weil man ihn so verschmutzt hat, bis er im Müll ersäuft und wenn die Strassen gesäumt sind mit einem Müllstreifen und man auch den Hausabfall einfach vor dem Dorf hingeleert, dann muss man auch vor der eigenen Tür saubermachen. Der Umgang mit der Unwelt ist nur ein Beispiel für die “lahri-fahri” Mentalität welche hier oft vorherrscht.
Ich denke, als Tourist ist es schwer die Griechen nicht zu mögen. Doch wenn man hier wohnen würde, dann würde man sehen, dass hier aus schweizer Sicht einiges auch schief läuft.
Ich habe die Griechen auf jeden Fall schon ein wenig ins Herz geschlossen. Mit all ihren Makeln und Sonderlichkeiten. Auf jeden Fall werde ich die weitere Entwicklung in Griechenland näher mitverfolgen als bis anhin. Wahrscheinlich war es auch nicht das letzte Mal, das ich in Griechenland gewesen bin.

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Sep 26, 2013 - Vorbereitung    Comments Off

Rückblick 3. Woche (16.-22.09.13)

Gestärkt und voller Tatendrang nahmen wir unseren nächsten Streckenabschnitt in Angriff. Der erste Tag verlief ohne spezielle Vorkommnisse und wir kamen gut voran. Dafür war der zweite Tag um so erschwerlicher. Es galt einen Fluss zu überqueren und es stellte sich heraus, dass der einzige Weg darüber eine Autobahnbrücke 10km nördlich unserer Position war. Wir wollten unserer Karte nicht glauben und hofften einen kürzeren Weg zu finden. Dem war nicht so! So wurden aus der eigentlichen Distanz von 12km 16km. Dafür wurden wir am Abend von einer freundlichen Rentnerrunde im Dorf willkommen geheissen. In den folgenden Tagen machte uns aber nicht die Routenplanung Probleme, sondern unser Benzinkocher. Nach zwei Tagen und vielen Putzversuchen half nur noch das Gebet! (Bittet, so wird euch gegeben (Vgl. Mt 7,7)). Da auf unserer Route zwei Kloster eingezeichnet waren versuchten wir dort zu übernachten. Doch beim ersten Kloster hiess es, dass es geschlossen sei und so übernachteten wir nochmals im Zelt. Voller Hoffnung starteten wir am nächsten Tag zum zweiten Kloster. Dort gestattete man uns anfänglich das Zelten innerhalb des Klosters. Später kam aber ein zweiter Priester und schickte uns heraus. So entschlossen wir uns das Zelt direkt neben dem Kloster aufzubauen. Während dem Aufstellen bekamen wir plötzlich Besuch von zwei netten Polizisten. Sie erklärten uns, dass wir hier nicht zelten dürfen und fuhren uns mit Blaulicht und Sirene in die nächste Stadt. So übernachteten wir in dieser Nacht nicht im Kloster, dafür in einem Hotel. Dies passte gut in unseren Zeitplan und wir blieben dann gleich einen Tag in der Studentenstadt Komotini.

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Sep 21, 2013 - Route    Comments Off

Rückblick 2. Woche (09.-15.09.13)

In der zweiten Woche begann nun das richtige Pilgerleben. Laufen, kochen, Zelt aufbauen, schlafen, Zelt abbauen und wieder laufen.
Von Stavros aus kämpften wir uns Tag für Tag näher zu unserem Wochenziel Kavala. Dabei lernten wir die griechische Landschaft (Sandstrand, Landwirtschaft mit Oliven-und Mandelbäumen, Weinberge), sowie verschiedene Menschen kennen. So z.B. eine alte Frau, welche uns am Morgen früh Kaffee und warme Toastsandwitches vorbei brachte.
Zu den weiteren Hightlights gehörten die Abkühlung in einem Swimmingpool eines Hotels und das 10kg Melonenessen ;-).
Am Samstagnachmittag kamen wir in Kavala an und gönnten uns den Luxus eines Hotels. Der krönende Abschluss der Woche war der 160minütige orthodoxe Gottesdienst.
P.S.: Für Feriensuchende empfehlen wir Kavala! :D

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Sep 9, 2013 - Route    Comments Off

Rückblick 1. Woche (02.-08.09.13)

Nach einer Woche sind wir nach 630 km mit Bahn, Bus und zu Fuss gut in Stavros angekommen.
In Athen und Korinth war es beeindruckend die antiken Bauwerke zu betrachten. Besonders eindrücklich waren aber die mykenischen Grabhöhlen und deren Akustik ;-)
Die anschliessende Zugfahrt nach Thessaloniki dauerte doppelt so lange als wir gedacht haben! So kamen wir um 20:30 ohne Hotel und mit leeren Bäuchen an. Doch wer sucht, der findet (vgl. Mt 7,7).
Der Besuch von mehreren orthodoxen Kirchen hinterlies deutliche Spuren (s. Bild) :-)
Am Tag darauf ging es zu Fuss los. Die erste Etappe war hügelig und lang (24 km, 700 Höhenmeter). Die zweite war dann etwas flacher und kürzer (22 km). Die Griechen nahmen uns sehr freundlich auf und boten uns Übernachtungsmöglichkeiten an. Selbst Schweizer kann man hier antreffen ;-)
Unser Ruhetag verbrachten wir am Meer in Stavros.
Alles in allem war es eine intensive Woche. Es war und ist spannend die griechische Kultur näher kennen zu lernen.

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Sep 2, 2013 - Vorbereitung    Comments Off

Athen

Nach dem angenehmen Flug von Zürich nach Athen konnten wir bereits schon einen tollen Blick auf die Akropolis werfen

Sep 1, 2013 - Vorbereitung    Comments Off

Das Packen hat begonnen

So, nun geht es endlich los. Alles liegt bereit und kann verpackt werden. Dann gehe ich (Ramun) zu meinem Kollegen Timo. Am Montag morgen gehts mit dem Flieger weiter

Aug 31, 2013 - Vorbereitung    Comments Off

Testeintrag

Bald geht es nun los und wir freuen uns auf das Abenteuer! Bevor wir aber definitiv abfliegen müssen wir no einiges testen. Natürlich auch, ob dieser Blog via iPhone bedienbar ist ;-)
Dies sei nun hiermit bewiesen

Sep 28, 2012 - Material, Vorbereitung    No Comments

Rucksäcke gesponsert

Heute bei unserer zweiten Sitzung wurde uns noch ein Geschenk zuteil. Juropa und ihr Projekt YoungstarsWiki.org haben sich entschlossen, uns zwei neue Tatonka Rucksäcke zu sponsern. Im Gegenzug dazu machen wir natürlich für Juropa und das YoungstarsWiki.org Werbung ;-)

Tatonka Bison 90

Der Spezialist für schwere Lasten über 20kg. Nicht ohne Grund bedeutet TATONKA übersetzt Bison. Und das erklärt auch, warum wir unser ganzes Know-how und Herzblut einsetzen, um Ihnen den Bison als Trekkingkönig schlechthin präsentieren zu können. Der Bison ist speziell auf lange Trekking- touren mit viel Gepäck ausgelegt, was auch durch das neue, extrem reißfeste und dabei überaus leichte Cordura-Material möglich ist. Er verfügt über die klassische Dreieraufteilung aus Deckelfach, Hauptfach und Bodenfach; durch die weite Frontöffnung mit abgedecktem Reißverschluss lässt er sich bequem von vorne bepacken. Das einstellbare X1-Tragesystem passt sich mit weichen, ergonomisch geformten Schultergurten und der komfortablen Rückenpolsterung hervorragend an den Rücken an, verteilt das Gewicht ideal und macht so auch schwerste Lasten tragbar. Zu den Ausstattungsmerkmalen gehören neben einem höhenverstellbaren Deckel und drei Ansatzpunkten für die exakte Anpassung der Lastkontrollriemen auch eine Eisaxthalterung, ein Extra-Fach für das Erste-Hilfe-Set und natürlich auch eine Regenhülle, die den Inhalt vor Nässe, Schmutz und Staub schützt. Sie sehen, der Bison hat wirklich alles, was man auf einer Trekkingtour braucht. Nur kein Gramm zu viel.

Ausstattung

    1 X1-Tragesystem für hohe Lasten über 20 kg
    2 Rücken- polsterung mit unterschiedlichen Härtegraden
    3 Komfortable Schultergurte
    4 Deckelfach mit Schlüsselhalterung
    5 Höhenverstellbarer Deckel mit Möglichkeit zur Materialbefestigung
    6 Drei Ansatzpunkte für den Lastkontroll- riemen
    7 Große Reißverschluss-Frontöffnung
    8 Abtrennbares Bodenfach
    9 Fronttasche mit Thermo-Fusion-Reißverschluss
    10 Seitentaschen, eine davon mit Reißverschluss und Volumenfalten
    11 Umgelenkte Hüftgurteinstellung
    12 Handgriff vorne und hinten
    13 Justier- und abnehmbare Eisaxthalterung
    14 Aufrollbare Seitenkompression
    15 Boden aus robustem Cordura
    16 Erste-Hilfe-Fach (ohne Inhalt)
    17 Regenhülle
    18 Trinksystemvorbereitung

Material

Cordura 700 Den, 420 HD Honey Cross